Impingementsyndrom, Kalkschulter

Das Impingement-Syndrom bezeichnet eine schmerzhafte Enge zwischen Schulterdach und Oberarmkopf. Ursache hierfür  können anlagebedingte knöcherne Einengungen, Verschleißerkrankungen wie eine Arthrose des Schultereckgelenkes, Kalkeinlagerungen in der Rotatorenmanschette oder eine entzündliche Verdickung des Schleimbeutels unter dem Schulterdach (Bursa subacromialis) sein.
Die Betroffenen klagen über Schmerzen an Schulter und Oberarm meist in der Nacht und beim seitlichen Abspreizen des Armes.
Die Diagnose wird mit Hilfe der körperlichen Untersuchung, Röntgen- und Ultraschalluntersuchung gestellt.


Häufig kommt es nach Injektionen zu einer sofortigen Schmerzlinderung, die jedoch nicht immer dauerhaft anhält.
Haben alle konservativen Therapiemaßnahmen zu keiner dauerhaften Beschwerdelinderung geführt, ist über eine operative Behandlung zu entscheiden.
Bei der arthroskopischen subacromialen Dekompression wird über 3 oder mehr kleine Schnitte zunächst der Gelenkinnenraum betrachtet, um Knorpelschäden, Gelenkentzündungen, Sehnenentzündungen und gelenkseitige Teilrisse der Sehnen zu erkennen und zu behandeln. Im Anschluss erfolgt die Endoskopie des „subacromialen Raumes“, d.h. des Hohlraumes zwischen Schulterdach und Oberarmkopf. Hierbei wird je nach Situation ein entzündlich verdickter Schleimbeutel entfernt, und eine knöcherne Einengung beseitigt
Kalkeinlagerungen in der Rotatorenmanschette können bei diesem Eingriff ebenfalls entfernt werden.
 
Nach dieser „subacromialen Dekompression“ wird der Arm für 2-3 Tage mit einer Bandage geschützt. Frühzeitig wird mit Krankengymnastik begonnen, um die normale Beweglichkeit rasch wieder herzustellen.