Krallenzehe

(Hammerzehe)

Bei der Hammerzehe handelt es sich um eine Beugefehlstellung der Zehe im Mittelgelenk oder Endgelenk. Wenn zusätzlich eine Überstreckung im Grundgelenk vorliegt nennt man dies Krallenzehe.

Zusätzlich gibt es sogenannte „transversale“ Fehlstellungen. Dabei weicht die Zehe von oben betrachtet seitlich ab Richtung Großzehe oder Kleinzehe.

Durch die Fehlform der Zehe entstehen Belastungsspitzen über den Gelenken, dem Zehenballen und an der Zehenkuppe, es bilden sich Schwielen.

Beschwerden bestehen durch die schmerzhaften Schwielen. Der vermehrte Druck unter den Mittelfußköpfchen erzeugt Schmerzen am Fußballen (Metatarsalgie), Der Fuß ist nicht mehr gut belastbar. Bei stärkerer Fehlstellung wird es schwierig passende Schuhe zu finden.

Ursache ist meist ein Spreizfuß oder Hallux valgus. Auch das tragen zu kleiner Schuhe führt zu dieser Fehlstellung.

Die Diagnose wird durch klinische Untersuchung gestellt. Röntgenaufnahmen sind notwendig um begleitende Anomalien zu erkennen.

Die Behandlung der leicht ausgeprägten Formen erfolgt mit maßgefertigten Schuheinlagen. Schwielen können mit Silikonpads gepolstert werden. Reicht dies nicht aus, oder nimmt die Fehlstellung weiter zu ist die Operation erforderlich.

Ich führe die Operation minimalinvasiv durch. Über kleine 2-5 mm Hautschnitte wird die Zehe korrigiert. Im Gegensatz zur offenen OP-Technik werden die Gelenke erhalten, die Narben sind aufgrund der kleinen Schnitte kaum sichtbar und es sind keine K-Drähte erforderlich.

Nachbehandlung mit Verbandsschuh für 3 Wochen, Tapeverbände für 6 Wochen. Es darf nach der Operation sofort wieder voll belastet werden.